Sonderausstellung
Goldene Zeiten - Burgdorf und sein Maler und Dichter Samuel Hieronymus Grimm
4. Juni 2010 bis 27. März 2011
1733, als Samuel Hieronymus Grimm als Spross einer angesehenen Burgerfamilie an der Schmiedengasse in Burgdorf geboren wurde, kündigte sich eine glanzvolle Periode unserer Stadtgeschichte an.
Eben hatte Dekan Johann Rudolf Gruner im neuen Pfarrhaus auf dem Kirchhügel 1729 das Burgdorfer Kinderfest – die Solennität – begründet und den Grundstock zur Stadtbibliothek gelegt. Für die Schlossbewohner wurde auf der Burg oben ein zeitgemässes „Logement“ eingerichtet und am Kronenplatz 1733 das neue Kaufhaus in Betrieb genommen.
Zu den bauliche Glanzlichtern des mittleren 18. Jahrhunderts in Burgdorf gehören das 1750 eröffnete Stadthaus am untern Kirchbühl und die zeitgleich entstandenen, vornehmen Bürgerhäuser an der Hohengasse mit ihren Rokoko-Fassaden (ehem. Grosse Apotheke und Diesbacherhaus).
Samuel Hieronymus Grimm besuchte die Schulen seiner Heimatstadt und später in Bern eine private Malerschule. Der junge Mann fühlte sich aber auch zur Dichtkunst hingezogen. So publizierte er z.B. – seinem Vorbild Albrecht von Haller folgend – ein Alpengedicht.
Als bildender Künstler stellte Grimm bernische Landschaften und Genreszenen im „glücklichen Zeitalter“ dar und illustrierte daneben verschiedenste Publikationen, vom Satireband bis zum geographischen Werk über schweizerische Gebirge.
Ab 1765 hielt sich Maler Grimm vorwiegend in Frankreich auf und emigrierte 1768 nach England, wo er als hochgeachteter Künstler 1794 verstarb.
Die Ausstellung im Schlossmuseum bringt uns Samuel Hieronymus Grimms Heimatstadt Burgdorf näher, beleuchtet das familiäre Umfeld des Burgdorfers im 18. Jahrhundert und präsentiert eine Auswahl seiner in verschiedenen Techniken geschaffenen Kunstwerke.