Museum für Völkerkunde
Die Welt zu Gast im Schloss Burgdorf
Zur Geschichte des Museums für Völkerkunde
Vor hundert Jahren, im Mai 1909, öffnete das Museum für Völkerkunde in Burgdorf, damals "Schiffmann'sche Sammlung" genannt, erstmals seine Türen und präsentierte den staunenden Besuchern Kuriositäten aus fernen Ländern im Schaukasten. Dass eine Schweizer Kleinstadt ein Völkerkundemuseum besitzt - und dies seit nunmehr einem Jahrhundert – darf als aussergewöhnlich bezeichnet werden.
Den Grundstock dazu legte Heinrich Schiffmann (1872 – 1904), Sprössling einer einflussreichen Burgdorfer Käseexportfirma (auf dem unteren Foto als Beduine verkleidet im Jahr 1898). An Tuberkulose leidend, verbrachte er einen Grossteil seines Lebens auf ausgedehnten Reisen rund um den Globus und erwarb zahlreiche ethnographische Gegenstände, die er testamentarisch dem Gymnasium seiner Geburtsstadt Burgdorf vermachte.
Fünf Jahre nach dem frühen Tod von Schiffmann im Jahr 1904 wurde seine über 500 Objekte umfassende Kollektion mit der Eröffnung der "Schiffmann'schen Sammlung" am 2. Mai 1909 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In den folgenden hundert Jahren wuchs die Sammlung dank des unermüdlichen Einsatzes der zuständigen Konservatoren stetig an. Heute beherbergt das Museum für Völkerkunde Burgdorf über 5000 Objekte aus den Kulturen Asiens, Afrikas, Amerikas und Ozeaniens.
Aus Anlass des 100-Jahr-Jubiläums ist die gesamte Ausstellungsfläche neu gestaltet worden. Seit dem 29. August 2009 zeigt das Museum für Völkerkunde die Ausstellung "An den Ufern des Amazonas. Eine Reise zu den indianischen Kulturen Südamerikas" mit herausragenden Exponaten aus Peru, Brasilien und Kolumbien.
Eine kleine Galerieausstellung unter dem Motto "Die Welt zu Gast in Burgdorf" thematisiert die wechselvolle Geschichte des Museums in den letzten hundert Jahren und präsentiert einige Highlights aus den Sammlungen, die sonst im Depot "verborgen" sind.
Die Museumsleitung freut sich auf Ihren Besuch!